Von Verzweifelung keine Spur
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Nur wenige Kilometer nach der Daintree Fluss Ueberquerung, hat sich die Welt um uns veraendert. Die Strassen sind deutlich schmaler und viel dichter bewachsen und in uns kam das Gefuehl auf an einem abegelegenen und vergessenen Ort zu sein. Der Jurassic Park von Australien, in dem auch tatsaechlich Tiere der Urzeit leben.
Der Tag der Flussueberquerung brachte viele Kilometer auf der Uhr und noch viel mehr Eindruecke fuer uns. Am Abend goennten wir uns den, sonst eher unueblichen Luxus und buchten uns in einen Caravan Park am Cape Tribulation ein. Cape Tribulation, der Ort, wo, vor nicht all zu langer Zeit der Britische Kapitaen Cook mit seiner HMS Endeavour das Great Barrier Reef entdeckte. Sein eigentliches Ziel war die Ostkueste zu erkunden wobei ihm das Great Barrier Reef erhebliche Schwierigkeiten bereitete und den finalen Schiffbruch besiegelte. Das hat dem guten Cook das eine oder andere graue Haar beschert und da sich der Schiffbruch an diesem markanten Kap, an dem wir nun uebernachten, abgespielt hat, taufte er es auf den Namen “Kap der Verzweifelung” (cape Tribulation).
Bei uns machte sich alles andere als Verzweifelung breit, vor allem Vorfreude. Nach einer sehr ausgiebigen Dusche und einem Fruehstueck fuer Kanadische Holzfaeller, verliessen wir das Kap und liessen damit auch die asphaltierte Strasse hinter uns und wir sollten sie sobald auch nicht wieder sehen.
Der Offroadweg nach Cooktown fuehrte uns durch dichten Urwald, durch Baeche und an abgelegene Traumstraende mit Kokospalmen. Und dann passierte es endlich. Wir hatten schon lange darauf gewartet und unsere Augen immer offen gehalten und an den Bloomfield Wasserfaellen hat es endlich geklappt. Unser erstes Krokodil in freier Wildbahn. Kistallklares Wasser mit Fischen, kleine Sandbaenke, Sonnennschein und 28 Grad laden zum baden ein. Waere da nicht das Salzwasserkrokodil das sich auf dem Felsen sonnt. Die Australier unterscheiden zwischen dem Salzwasserkrokodil (“Salti”) und dem Frischwasserkrokodil (“Freshi”). Beide Arten koennen garstig zum Menschen sein, wobei das Freshi eher scheu ist, sich hauptsaechlich von Fisch ernaehrt, und erst in die Badeschlipper schnappt, wenn es mit einem Stock ins Auge gepiekt wird. Das Salti hingegen ist territorial und macht keinen Unterschied zwischen Kuh oder Homo Simpson. Und das tolle ist, Saltis sind auch im Suesswasser, Meer und Fluessen anzutreffen. Deswegen empfehlen Australier, nur dann in Crocgebieten baden zu gehen, wenn Du von jemandem begleitet wirst der kleiner und langsamer ist als Du selbst. Das ist der Grund warum ich so gern mit Ramona reise.
Mittlerweile hatten wir uns so etwas wie einen “Zeitplan” geschaffen, um in wenigen Wochen nach Karratha zurueck zu kehren und dort zu arbeiten. Auf der einen Seite war es fuer uns toll zu wissen, dass nach beenden unserer Rundreise ein Job auf uns wartet und wir nicht suchen muessen (unsere Reputaion als “Helden der Arbeit” machte dies moeglich). Auf der anderen Seite schraenkte das unsere Freiheit und Flexibilitaet ein wenig ein. Wir haetten gerne manch eine Nacht laenger an einem Ort verbracht.


































































